Lukas Meschik : LUZIDIN oder Die Stille

Seite 230: „Das Universum ist groß. Womit der Erzählrahmen abgesteckt wäre.“ Absätze wie dieser mögen den Lektor beim Blättern im Manuskript bewogen haben, den jungen Autor zurück zu holen. An Unbescheidenheit mangelt es diesem freilich nicht. Allein die Widmung „Den ungelebten Leben“ ist eine hübsche Frechheit. Sogar der Verlag jungundjung wird als adäquater Publikationsort vorweggenommen. Meschiks Debüt ist eine Achterbahnfahrt phantastischer Erzählmöglichkeiten: » Weiterlesen

Christina Maria Landerl : Verlass die Stadt

Margot, die über Bachmann und Wien schreiben wollte, hat die Stadt verlassen und „Jetzt soll Wien zusehen, wie es ohne mich zurecht kommt.“ Die Erzählerin schaut auf Wien und ihren Kreis von Freunden und erzählt haarscharf am Geschehen vorbei. Was geschieht? Plötzlich bemerkt jemand, dass es keine Tauben mehr gibt und vermisst sie. In dem Bedauern darüber, dass ein Gasthof geschlossen hat, meint jeder etwas anderes. Die abwesende Margot wird von ihren Freunden Gudrun, Max, Peter und Laura vermisst. Darin scheinen sie sich einig. » Weiterlesen