Bogumil Balkansky : Auf Neuseeland sind die Briten die Tschuschen

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Ein Glücksfall: Man öffnet den Umschlag, runzelt über Autorname und Titel die Stirn und legt es erstmal auf den Schuhschrank. Von dort aus wandert das Buch über verschiedene Vordringlichkeitsstapel auf den Schuldturm noch ungelesener, in Folie eingeschweißter Bücher. Nur durch den Umstand, dass an einem der folgenden Tage gerade nichts anderes greifbar und obenauf liegt, blättert man in den ersten Seiten, und – es haut einen um. Zum Teufel: Wer steckt hinter dem Pseudonym Balkansky? Und warum kenne ich diesen Autor nicht? Hier sind neben einem Kaleidoskop artistischer Bruchlandungen hinreißende Migrantenpossen und -Glossen versammelt, » Weiterlesen

Andrzej Stasiuk : Tagebuch danach geschrieben.

„Der Sinn würde sich am Ende offenbaren, weil ein Sinn existiert. Deshalb ging ich jedesmal auf Reisen, immer weiter und weiter. Bis ans Ende des Kontinents, damit mir nichts anderes übrigbleibt, als umzukehren.“
Andrzej Stasiuk ist ein Herumtreiber, ein transsilvanischer Vagabund, ein beutegieriger Nomade in Absurdistan. Wo andere lieber nicht hinreisen, weil es zu gefährlich oder zu demprimierend ist, findet Stasiuk literarische Beute. Der Balkan ist sein Revier. Sein Vaterland ist Polen, wo der Kommunismus grau war. „Denn das Land war grau, denn die Gesichter waren grau, denn das Leben war grau und einen Scheiß wert, weil es keine zwanzig Sorten Chips und keinen erschwinglichen Tunesien-Urlaub gab.“ » Weiterlesen