Bernd Cailloux : Gutgeschriebene Verluste

Wir betreten Schöneberg, den alten Berliner Westen, der im Windschatten der großen weltpolitischen Umwälzungen zum Biotop all jener Übriggebliebenen mutiert ist, die dem Treck nach Osten nicht zu folgen gewillt waren oder sind. Genauer betreten wir das Café Fler, das „Café der Übriggebliebenen“, „in einem einst bewegten, heute gastronomisch verkümmerten Viertel, ein unverändert belassenes Szenecafé im nüchternen hellen New-Wave-Stil der frühen achtziger Jahre“, Refugium für „Männer mit Drang in die Einsamkeit, die sich für ganze Abende sonstigen sozialen Zusammenhängen entzogen (…), um Schlimmeren anderswo zu entkommen“ (Kreative, Kunstschaffende, Freiberufler, Angestellte der Kulturindustrie). » Weiterlesen