György Konrád : Über Juden

„1944 war ich ein ungarischer Jude, seit 1945 bin ich ein jüdischer Ungar.“ Die in diesem Band versammelten Aufsätze des ungarischen Schriftstellers und Essayisten György Konrád aus den Jahren 1986 bis 2010 gehen der Frage nach, was es vor und nach 1945 bedeutet hat und bedeutet, ungarischer Jude oder jüdischer Ungar bzw. Europäer zu sein. In den meist kurzen Texten macht Konrád eindringlich deutlich, dass Jude sein im Europa unserer Tage zunächst und immer noch heißt: Bedroht zu sein. Denn: „Auschwitz war für das Judentum der größte Denkzettel‚ Gleich, was Du von Dir denkst, du bist und bleibst Jude’, sagte Auschwitz.“ » Weiterlesen