Internationaler Frühschoppen: Ludwig van Beethoven

Carlos Fuentes : Friedrich auf seinem Balkon

Der mexikanische Dichter Carlos Fuentes, einer der großen Autoren der iberioamerikanischen Literatur, ist überraschend im Alter von 83 Jahren am 15. Mai 2012 in die ewige Bibliothek übergegangen. Fuentes, ein begnadeter und sehr komplexer Erzähler und stets ein scharfsinniger Kritiker der politischen Verhältnisse, hat neben Marquez, Borges und Cortazar den “lateinamerikanischen Boom” maßgeblich geprägt. Vorraussichtlich gegen Ende des Jahres wird sein neuestes, eben noch fertiggestelltes Buch “Federico en su balcón” MEHR »

Bernd Cailloux : Gutgeschriebene Verluste

Wir betreten Schöneberg, den alten Berliner Westen, der im Windschatten der großen weltpolitischen Umwälzungen zum Biotop all jener Übriggebliebenen mutiert ist, die dem Treck nach Osten nicht zu folgen gewillt waren oder sind. Genauer betreten wir das Café Fler, das „Café der Übriggebliebenen“, „in einem einst bewegten, heute gastronomisch verkümmerten Viertel, ein unverändert belassenes Szenecafé im nüchternen hellen New-Wave-Stil der frühen achtziger Jahre“, Refugium für „Männer mit Drang in die Einsamkeit, die sich für ganze Abende sonstigen sozialen Zusammenhängen entzogen (…), um Schlimmeren anderswo zu entkommen“ (Kreative, Kunstschaffende, Freiberufler, Angestellte der Kulturindustrie). MEHR »

Undine Ohnesorg : Gauloise toujours – Plädoyer für ein selbstbestimmtes Leben.

Eine der losen Maximen von Lesarten lautet: keine Verrisse. Die libertären Thesen jedoch, die uns hier um die Ohren knallen, können nicht unkommentiert stehen bleiben. Ein kurzer Blick auf die Autorenvita lässt erahnen, von welcher Warte zu uns gesprochen wird: „Undine Ohnesorg, Jahrgang 1973, lebt als freischaffende Künstlerin und Schriftstellerin abwechselnd in Aix en Provence und Berlin.“ Die ersten drei flotten Kapitel wollen uns die Insuffizienz unserer Arbeitswelt vor Augen führen. MEHR »