Nicht leicht zu sagen, wovon dieser Roman erzählt. Von Louki, der rätselhaften jungen Frau, die plötzlich ihren Mann verlässt und sich einer Gruppe Pariser Bohemiens anschließt, ohne dieser wirklich anzugehören? Oder nur von einigen Straßen, Metrostationen und Cafes in Paris, in denen die Personen des Romans erscheinen, um irgendwann wieder zu verschwinden, ohne dass irgendwer sagen könnte, wer da erschienen und verschwunden ist? Davon, dass bestimmte Orte uns das Versprechen zu geben scheinen, das Leben sei möglich? Dass dieselben Orte aber immer schon den Verlust dessen kartographieren, was das Leben hätte sein können? Vielleicht davon, dass jeder Verlust immer auch der Verlust dessen ist, was ihn hätte erklären können. Und davon, dass Menschen sich und anderen auf unerklärliche Weise verloren gehen können.
Alexander Wittwer
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