Peter Stamm : Nacht ist der Tag

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Die Leser seien gewarnt: Hier kommt der mit Abstand kälteste, beunruhigenste und schwärzeste Roman der Saison. Peter Stamm erzählt die Geschichte von Gillian und Hubert. Von Astrid, Rolf und Matthias. Bereits die Namen geben Anlass

Patrick Modiano : Der Horizont

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Unsere Vergangenheit ist dunkle Materie. Der unsichtbare Teil unseres Lebens ist ungleich größer als der sichtbare. Das nicht Gelebte ist unendlich: „kurze Begegnungen, verpasste Rendezvous, verlorene Briefe, Vornamen und Telefonnummern, die in einem alten Taschenkalender

Eugen Ruge : Cabo de Gata

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„Diese Geschichte habe ich erfunden, um zu erzählen, wie es war.“ Deshalb ist es auch unerheblich, wer da spricht, ob der Autor oder sein Erzähler. Jedenfalls: Der Ich-Erzähler erinnert sich. Wie er sich eines Morgens

Hans Stilett : Eulenrod

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Fürwahr – es gibt einen kleinen, leuchtenden Stern zu entdecken: „Im grünen Dunkel der Wälder ein heller Fleck, mit Straßen, mit Häusern, mit Stuben und mit Bodenkammern, und in einer träumend ich.“ Der Stern heißt

Walter Kappacher : Die Amseln von Parsch

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Mit der vorliegenden Sammlung von Fragmenten und verstreuten Prosaarbeiten hat uns der müry salzmann Verlag ein funkelndes Kleinod des österreichichen Autors geschenkt. Keine Statements, keine folgerichtigen Einsichten oder Schon-immer-Gewusstheiten. Nein. Kappacher bleibt ein stiller, wunderbarer

Josef Winkler : Mutter und der Bleistift

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Der Erzähler im indischen Ellora. Ein Wort fliegt auf wie ein aufgescheuchtes Wild. Ein Wort von Ilse Aichinger, von den näher kommenden Spiegeln im Alter, „bis wir uns ganz nahe sind. Der nächste Schritt heißt

Patricio Pron: Der Geist meiner Väter steigt im Regen auf

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Ein junger Mann kehrt 2008, nachdem er acht Jahre in Deutschland gelebt hat, in seine argentinische Heimat zurück, da sein Vater schwer erkrankt ist. Durch exzessiven Konsum von Drogen hat er fast vollständig sein Gedächtnis

Andrzej Stasiuk : Kurzes Buch über das Sterben

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„Unsere Zivilisation ist seltsam. Sie rettet, bewahrt, verlängert uns das Leben. Und zugleich macht sie uns dem Tod gegenüber hilflos.“ Vier Geschichten über das Sterben: Der Tod der Großmutter bedeutet, dass auch die Welt der

Benoîte Peeters : Jacques Derrida. Eine Biographie

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Wie eine Biographie über einen Philosophen bewerkstelligen, der das Eingeschriebene im Korpus des Denkenden, das Setzende und Verletzende der Schrift, die Bedingungen und Aporien der Lesbarkeit in allen Variationen dekliniert hat? Eine Biographie über Derrida

David Vann : Dreck

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Ein Buch wie ein Faustschlag ins Gesicht. Galen, 22 Jahre, lebt mit seiner Mutter auf einer Walnussplantage in Carmichael, einem Vorort von Sacramento, im Central Valley, Kalifornien, „einer langgestreckten, heißen Senke Stumpfsinn“. Galen möchte gerne

Pierre Bost : Ein Sonntag auf dem Lande

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Es gilt, ein literarisches Kleinod anzuzeigen. Dem Dörlemann Verlag sei gedankt, diesen 1945 erstmals erschienen Roman des heute weitgehend vergessenen französischen Autors Pierre Bost (1901-1975) dem deutschsprachigen Publikum wieder zugänglich gemacht zu haben. Wie der

Felix Hartlaub : Italienische Reise

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Im Sommer 1931 unternimmt der damals achtzehnjährige Schüler der Odenwaldschule Felix Hartlaub gemeinsam mit 10 Mitschülerinnen und Mitschülern und dem betreuenden Lehrer Werner Meyer eine einmonatige Studienreise nach Italien. Nikola Herweg und Harald Tausch haben

Henri Thomas: Der Meineid

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Die Geschichte ist so: Der angehende Literaturwissenschaftler Stéphan Charlier leidet unter einem Übervater, der als angesehener Literaturprofessor nicht müde wird, seinem Sohn zu attestieren, er habe „seinen Weg noch nicht gefunden“. Hals über Kopf wandert

Jonathan Franzen : Weiter weg

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„Im Spätherbst des vergangenen Jahres war es mir ein ziemlich starkes Bedürfnis, weiter weg zu sein. Vier Monate lang war ich nonstop mit einem Roman auf Tour gewesen und willenlos meinem Terminkalender gefolgt, bis ich

Szilárd Rubin: Die Wolfsgrube

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Nach „Kurze Geschichte von der ewigen Liebe“ und „Eine beinahe alltägliche Geschichte“ liegt mit „Die Wolfsgrube“ – dem Rowohlt Berlin Verlag sei gedankt – nun ein weiterer Roman des erst kurz vor seinem Tod 2010

Wilhelm Genazino : Tarzan am Main

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Man könnte den neuen Genazino auch als das Ich-Buch seiner Frankfurter Jahre bezeichnen. Mit gewohnt ironischem Blick lässt der Büchner-Preisträger Erinnerungen an seine Zeit in der Satirezeitschrift Pardon, das jahrelange Pendeln zwischen Freiburg und Frankfurt

Metin Eloğlu : Fast eine Geschichte

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Zunächst sei diesem noch jungen Verlag gedankt, der einen, zumindest den meisten von uns deutschsprachigen Lesern, unbekannten literarischen Kosmos erschließt und zugänglich macht. Die Schauplätze der in diesem Band versammelten 19 meist kurzen Erzählungen, deren

Peter Handke – Siegfried Unseld : Der Briefwechsel

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Es steht zu befürchten, dass verlagsgeschichtliche Editionen dieser Art, einmal den Gesetzen des Marktes unterworfen, bald der Vergangenheit angehören. Der Briefwechsel zwischen Suhrkamp-Verleger Siegfried Unseld und einem seiner nahestehendsten Autoren, Peter Handke, erscheint womöglich deshalb

Ursula Krechel : Landgericht

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Was mit einem formalen Zweizeiler beginnt, die Zwangsversetzung des jüdischen Rechtsassessors Kornitzer in den Vorruhestand, ist Auftakt einer Zerstörung, die zeigt, wie ein deutscher Jude systematisch am Wiederaufbau seiner eigenen Geschichte und Existenz gehindert wird.

Gaito Gasdanow : Das Phantom des Alexander Wolf

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Wenn Kafka zufolge ein Buch die Axt für das gefrorene Meer in uns zu sein hat, dann schlägt einem Gasdanows Romananfang mit voller Wucht zwischen die Augen: „Von allen meinen Erinnerungen, von all den unzähligen

Janet Frame : Ein Engel an meiner Tafel

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Zunächst sei dem Verlag gedankt, dem das Verdienst gebührt, mit der Neuauflage von Ein Engel an meiner Tafel den zweiten Band der dreiteiligen Autobiografie der großartigen neuseeländischen Autorin Janet Frame (1924 – 2004) wieder zugänglich

M. Agejew : Roman mit Kokain

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Wir befinden uns an der Schwelle zum ersten Weltkrieg im vorbolschewistischen Moskau. Es ist Winter. Wadim Maslennikow schämt sich seiner niederen Herkunft, hasst und verachtet seine Mutter, knöpft ihr die letzten Rubel ab, um auf

Tomás Gonzáles : Das spröde Licht

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Die Geschichte einer Nacht. Die beiden Brüder Jacobo und Pablo sind auf dem Weg von New York nach Portland. Sie wollen dort einen Arzt treffen, der bereit ist, Jacobo Sterbehilfe zu leisten. Jacobo ist nach

Cees Nooteboom : Briefe an Poseidon

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Briefe an den Meeresgott? Woher? Cees Nooteboom sitzt bei einem Glas Champagner in einem Fischrestaurant auf dem Viktualienmarkt, liest in den Tagebüchern von Sándor Márai und entdeckt auf einer blauen Serviette den Namen des Lokals:

Emmanuel Bove : Begegnung und andere Erzählungen

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Unwiderstehlich galant und unwiderstehlich traurig. Das ist Emmanuel Bove. Seine Erzählungen, Novellen und Märchen arrangieren kunstvoll das Begegnen, Begehren und Verfehlen von Mann und Frau wie das von Text und Lesererwartung. In dieser Trias bewegen

Andrzej Stasiuk : Tagebuch danach geschrieben.

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„Der Sinn würde sich am Ende offenbaren, weil ein Sinn existiert. Deshalb ging ich jedesmal auf Reisen, immer weiter und weiter. Bis ans Ende des Kontinents, damit mir nichts anderes übrigbleibt, als umzukehren.“ Andrzej Stasiuk

Orhan Pamuk : Die Unschuld der Dinge

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Geschichten sind der Stoff, aus dem Geschichte gemacht wird. Orhan Pamuk erzählt die Geschichte zu seinem im April 2012 eröffneten Museum, das seine eigene Geschichte erzählt, die wiederum aus einer unabschließbaren Verweiskette von Geschichten besteht.

György Konrád : Über Juden

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„1944 war ich ein ungarischer Jude, seit 1945 bin ich ein jüdischer Ungar.“ Die in diesem Band versammelten Aufsätze des ungarischen Schriftstellers und Essayisten György Konrád aus den Jahren 1986 bis 2010 gehen der Frage

Henry James : Wie alles kam

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Anfangs duften Henry James Geschichten nach Replik einer alten Welt. Nach englischem Teegebäck, serviert auf fein gewirkten Damastdecken mit gravierten Silberbestecken in Spiegelsalons jener fernen auf Zerstreuung bedachten angloamerikanischen Upperclass, deren Sorgen sich in der

Édouard Levé : Selbstmord

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Die Tat selbst erscheint unbegreiflich und banal. Einer kehrt auf dem Weg zum Tennisspiel noch einmal ins Haus zurück, um seinen Tennisschläger zu holen. Er steigt in den Keller und erschießt sich. Draußen wartet die

Peter Handke : Versuch über den stillen Ort

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Ja. Mit dem „Stillen Ort“ ist tatsächlich jenes sprichwörtlich „stille Örtchen“ gemeint, das uns nicht nur erlaubt, unsere Notdurft zu verrichten, sondern das uns darüber hinaus auch in anderer Not Zuflucht und Asyl bietet, wenn

Alex Capus : Skidoo

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Bodie, die Goldgräber-Geisterstadt im Nordosten Kaliforniens hinter den verschneiten Bergspitzen der Sierra Nevada war einst Schauplatz prunkvoller Beerdigungen dort lebender Chinesen, Betreiber in Zeiten des Goldrauschs unverzichtbarer Dienstleistungsangebote wie Wäschereien, Restaurants und Opiumhöhlen, die ihren

Richard Ford : Kanada

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Great Falls, Montana 1960: Der 15-jährige Dell lebt zusammen mit seiner Zwillingsschwester Berner und seinen Eltern in der gesichtslosen Kleinstadt im Nordwesten der USA. Er freut sich auf die Schule, will endlich Mitglied des örtlichen

Stephan Thome : Fliehkräfte

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Thomes brilliant erzählter Entwicklungsroman bewegt sich vordergründig im verdrießlichen Milieu von verbeamteten grauen Universitätseminenzen, Ausschüssen und Berufungskomissionen, die mehrheitlich „den Poststrukturalismus als Epilog einer Verirrung“ ansehen und dessen Ausbreitung konziliant mit befristeten Juniorprofessuren abzirkeln. Am Ziel

Martin Walser : Das dreizehnte Kapitel

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„Schloss Bellevue, sagte ich.“ Der erste Satz des Romans zeigt schon an, dass der Autor, der seinen Erzähler diesen Satz sprechen lässt, nicht gewillt ist Zeit zu verlieren oder große Umstände zu machen. Wenn sich

Thomas Hettche : Totenberg

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Woraus besteht ein Buch? Was heißt Schreiben? Und was bleibt davon? Ein Geröll von Worten, Erinnerungssplittern, Staub oder vielmehr Nichts? In seinem Erzählband Totenberg überliefert Hettche Gespräche mit Menschen, die ihr Leben mit Büchern verbracht

Peter Sloterdijk : Zeilen und Tage. Notizen 2008 – 2011

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17. August, Tübingen. In einer Stadt, die sich nicht die Mühe machen muss, zu gefallen, nehme ich mir jetzt doch die vielgepriesenen „Notizen“ von Peter Sloterdijk vor, obschon die vorangestellte Klarstellung enttäuscht: „Das Ausgelassene überwiegt

Shahrnush Parsipur : Frauen ohne Männer

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Wer Shirin Neshats Filmkunstwerk women without men bewundert hat, dem sei die gleichnamige Romanvorlage der iranischen Autorin Shahrnush Parsipur – in der ausgezeichneten Übersetzung von Jutta Himmelreich – dringend ans Herz gelegt.  Immer ist es

Julian Barnes : Unbefugtes Betreten

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Als Guiseppe Garibaldi 1839 an Bord seines Schiffes die brasilianische Hafenstadt Laguna ansteuert, erblickt der Freibeuter durch sein Teleskop eine junge Frau. Sofort befiehlt er seinen Leuten, ihn an Land zu bringen. Er sucht und

Wilhelm Genazino : Idyllen in der Halbnatur

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Manchmal fürchte ich mich davor, ein neues Buch von Genazino aufzuschlagen. Ich finde mich in der Vermurkstheit seiner Figuren gespiegelt, werde eine Zeitlang für die Prosa der Verhältnisse unbrauchbar und die Bücher anderer Autoren erscheinen

Michael Ondaatje : Katzentisch

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Steht der Katzentisch (im Original: „The cat‘s table“) in den Speisesälen der feinen Gesellschaft für gewöhnlich außen vor und am Rande des vermuteten Hauptgeschehens, reserviert für die Kleinen, Unsichtbaren und weniger Betuchten, ist er an

Silke Scheuermann : Die Häuser der anderen

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Die Häuser der anderen – das ist die Illusion (oder Angst), woanders könnte das andere, bessere Leben stattfinden. Das sind die imaginären Lebens- und Projektionsräume, in denen anderen das gelingt, woran wir scheitern. Da ist

Gerhard Roth : Portraits

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Was ist das Besondere, Wesentliche, Unverzichtbare dieser unter dem bescheiden anmutenden Titel „Portraits“ gebündelten Begegnungen mit Malern und Dichtern (Bruno Kreisky, Ivan Osim, Simon Wiesenthal einmal ausgenommen)? Ein spannendes Panoptikum von Momentaufnahmen, intimen Erinnerungen, Auftragsarbeiten,

James Joyce : Ein Porträt des Künstlers als junger Mann

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Wer bis jetzt sich an Joyce noch nicht herangetraut, den Ulysses so manches Mal voller unglaubwürdig-guter Vorsätze in den Urlaub mitgeschleppt und dann ungelesen wieder nach Hause gebracht hat oder wer sich allenfalls nur noch

Ein Abend mit Katharina Hacker im Literarischen Salon

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Abends um acht. Vierzehn Stockwerke über den Dächern einer verregneten Stadt spiegelt sich die Innenbeleuchtung in den Panoramafenstern des Literarischen Salons wider, als könnte ein Sonnenuntergang den düsteren Horizont Hannovers illuminieren, einer Stadt mit vielen

Carlos Fuentes : Friedrich auf seinem Balkon

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Der mexikanische Dichter Carlos Fuentes, einer der großen Autoren der iberioamerikanischen Literatur, ist überraschend im Alter von 83 Jahren am 15. Mai 2012 in die ewige Bibliothek übergegangen. Fuentes, ein begnadeter und sehr komplexer Erzähler

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